Stammgäste bringen mehr Umsatz, als sie Akquisekosten verursachen. Sie bilden also das Rückgrat eines gastronomischen Betriebs und sind deshalb ein „Must-have“. Aber kannst du Gäste zu Stammgästen „machen“? Hier ein Überblick.
Der GFK Consumer Scan sah sich für das erste Halbjahr 2018 die Verteilung von Käufer- und Umsatzanteilen von Stamm- und Neukund:innen in Deutschland an. Dabei untersuchten die Verantwortlichen ca. 1000 Marken. Das Ergebnis: Zwar machte die Stammkundschaft nur 32 % des Käuferanteils aus – ihr Umsatzanteil lag jedoch bei 66 %.
1/3 der eigenen Kund:innen hat also für 2/3 des kompletten Umsatzes gesorgt!
Was für Konsumgüter-Marken gilt, lässt sich auch auf gastronomische Betriebe übertragen. Denn Stammgäste und Stammkund:innen wollen das gleiche: Sich wertgeschätzt fühlen. Dafür belohnen sie Unternehmen mit wiederkehrendem und großzügigerem Umsatz.
Diese treuen Kund:innen steigern den Umsatz deines Betriebs und helfen dir, besser zu planen, weil deine Einkäufe und deine Gewinne durch sie eine gewisse Stabilität bekommen. Außerdem fangen sie die Effekte saisonaler Schwankungen und Zeiten ökonomischer Engpässe auf, da sie auch in schwierigen Phasen für einen Grundumsatz in deiner Location sorgen.
Diese emotionale Bindung von Gästen ist ein Kernfaktor für den langfristigen Erfolg eines gastronomischen Betriebs, weil eine solche Beziehung es der Konkurrenz schwerer macht, Gäste abzuwerben.
Gäste lassen sich nicht auf Knopfdruck dazu bringen, Stammgäste zu werden, denn das ist natürlich auch eine Frage der Chemie. Aber du kannst gute Voraussetzungen für eine stimmige Chemie schaffen. Hier drei Tipps:
1. Wünsche und Erwartungen diskret abfragen
Du kannst dein Servicepersonal dazu anregen, auch neue Gäste nach Vorlieben und Lieblingsspeisen oder -getränken zu fragen und diese Informationen in ihren Aufenthalt mit einfließen zu lassen, beispielsweise über einen Lieblings-Schnaps aufs Haus. Auf diese Weise fühlen Neukund:innen sich schon fast wie Stammgäste, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass sie tatsächlich dazu werden.
2. Kleine Aufmerksamkeiten
Alle Gäste haben ihre Eigenheiten. Wenn dein Servicepersonal es schafft, diese Eigenheiten wahrzunehmen und auf sie einzugehen, fühlen sie sich sofort willkommen. Beispiele für kleine Aufmerksamkeiten:
3. Loyalitätsprogramme und Newsletter
Wenn du Gäste für ihre Treue belohnst, werden sie das zu schätzen wissen. Treueprogramme unterstützen dich dabei, deine Location für Gäste nachhaltig attraktiv zu machen.
Darüber hinaus kannst du Gäste mit einem regelmäßigen Newsletter über saisonale Angebote wie Spargelgerichte oder den Beginn der Pfifferlings-Saison, geänderte Öffnungszeiten und Programmpunkte wie Weinverkostungen oder Live-Musik informieren. Auf diese Weise rufst du dich bei deinen Gästen in Erinnerung und stellst eine persönliche Bindung zu ihnen her.
Auf Treueprogramme und Newsletter kannst du deine Gäste mit Flyern und Tischaufstellern und auf deiner Webseite bzw. auf Social Media aufmerksam machen.